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Obertrotzkist
„ehrt“ Kommunisten
Es
gibt Ehrungen, die sind Beleidigungen
Von
Günter Ackermann
Einer
der führenden deutschen Trotzkisten ist ein gewisser Hermann Dierkes.
Er war ein sich links tarnender, aber rechts-sozialdemokratisch
handelnder IGM-Betriebsrat bei Thyssen und kam dann 1999 in den Rat der
Stadt Duisburg über die PDS-Liste. Er wurde Fraktionsvorsitzender der
PDS-Ratsfraktion.
Sofort
nach den Wahlen schleimte er sich bei der SPD an. Die hatte nämlich an
Stimmen und damit Sitze im Rat verloren und damit auch an Zuzahlungen
in die Fraktionskasse. Das wollte sie ausgleichen und beantragte im Ältestenrat
die generelle Erhöhung der städtischen Zahlungen an die Fraktionen.
Dierkes stimmte bedingungslos zu – wohlwissend, dass der Ältestenrat
das formalrechtlich überhaupt nicht darf. Er fragte auch nicht die
anderen Fraktionsmitglieder, ganz zu schweigen den damaligen (linken)
Kreisvorstand. Erst heftigste Proteste bewegten seine scheinbare Umkehr.
Ein
Jahr darauf, Sommer 2000, denunzierte er ein Mitglied der Ratsfraktion
und damaligen Sprecher des PDS-Kreisverbandes bei der
Staatsanwaltschaft. (Kommunisten-online bereichtet darüber siehe).
Und
jetzt hat er sich aufgespielt, eine Gedenkrede für einen von den
Faschisten ermordeten Kommunisten zu halten.
„...wir
gedenken heute Kurt Spindlers, der einmal in diesem Haus gelebt hat; der
hier politisch aktiv war, bevor er von den Nazis verhaftet wurde und
nach 10 Jahren, 1943, im KZ zugrunde gerichtet wurde.“
Er machte in seiner Rede aus der KPD, der Partei Ernst Thälmanns, eine
Wischi-waschi-„Volkspartei“.
„Er
ist ein Stück unserer Geschichte. Mit all ihren Fehlern und
Verirrungen. Kurt Spindler ist für soziale Gerechtigkeit und für eine
andere Welt eingetreten und dafür verfolgt worden.“
„Unserer
Geschichte“? Unsere ja, seine aber nicht.
Kurt
Spindler war KPD-Fraktionsvorsitzender im Duisburger Rat. Die KPD war in
den Arbeitervierteln damals die weitaus stärkste Partei. So schickte
Duisburg den bekannten Kommunisten Mathias Thesen in den Reichstag.
Und
das nicht, weil die KPD, wie Dirkes anmerkt, „Volkspartei
im guten Sinne des Wortes“ war, sondern weil sie als Partei der
Arbeiterklasse die Kämpfe der deutschen Arbeiter gegen die Faschisten
und für die sozialistische Revolution führte.
Die
KPD war erstarkt im Kampf für diese Ziele. Sie wandte sich dabei gegen
alle Formen des rechten und linken Opportunismus, vor allem aber gegen
den Verräter Leo Trotzki.
Das
meint Dirkes sicher, wenn er von „Fehlern
und Verirrungen“ sprach, die es sicherlich gab. Aber es war kein
Fehler und keine Verirrung, dass sich die KPD von den Spaltungsversuchen der
internationalen kommunistischen Bewegung durch Leo Trotzki distanzierte
und die Trotzkisten aus der Partei rauswarf.
Kurt
Spindler wurde, ebenso wie Mathias Thesen, von den Faschisten ermordet.
Seine Partei kämpfte unbeirrt gegen Hitler und orientierte sich an der
richtigen Führung durch die Komintern und der KPdSU unter der Führung
Stalins.
Trotzki
hat 1939 die Katze aus dem Sack gelassen. Genau wie die
reaktionären Staatsmänner des Westens, die bis 1940 Hitler erst einmal
durch ihre Politik kriegsfähig machten, stellte Trotzki Hitler und
Stalin, damit die Nazis und die Kommunisten, auf eine Stufe:
„Wenn
Stalin seinen Verbündeten Hitler überleben sollte, dann nicht für
lange. Das Zwillingsgestirn wird hinter dem Horizont versinken.“
Stalin
versank nicht hinter dem Horizont. Die Sowjetunion unter seiner
Führung schlug die deutschen Faschisten vernichtend. Solange
Stalin lebte und seine revolutionäre Linie fortgesetzt wurde, erstarkte
die UdSSR und das sozialistische Weltsystem.
Erst
als Chruschtschow und dessen Nachfolger mit allen Verrätern
scharwenzelten, so mit Tito, aber auch mit den Trotzkisten, wurde das
sozialistische Lager schwächer und ging 1990 dann unter.
Die
Führung der Sowjetunion hatte immer mehr mit dem Imperialismus paktiert
und die Unterschiede zwischen Kommunisten und Verrätern am Kommunismus
bis zur Unkenntlichkeit verwischt.
Trotzkist
Dierkes ging es nicht um das Gedenken an einen aufrechten Kämpfer für
die Sache des Proletariats, sondern er wollte sein Andenken benutzen, um
seine Verrätereien zu tarnen.
Diese
„Ehrung“ war real eine Beleidigung!
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