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Betr.: Leserbrief
an »junge Welt« zu: »Ich
bin für Regime change weltweit«,
Interview mit Sascha Stanicic in: Beilage »Faulheit
und Arbeit«, 12./13.08.06
In
dem Interview mit dem Bundessprecher der trotzkistischen Gruppierung SAV
Stanicic enthüllt dieser, neben dem üblichen
linken Wortgeklingel, seine reaktionären Positionen, was an drei
Beispielen belegt sei:
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Er
sehe »keinen Grund, die UNO
oder ein sogenanntes (sic!) Völkerrecht
über grundlegende demokratische Rechte und über die Frage des
Kampfes für soziale und demokratische Rechte zu stellen«.
Damit negiert er einen entscheidenden politischen Bezugspunkt des
antiimperialistischen Widerstandskampfes der Völker der Dritten
Welt ebenso wie im weltweiten Kampf um Frieden.
-
Den
VII. Weltkongress der Komintern 1935,
der die entscheidenden inhaltlichen, taktischen und strategischen
Grundlagen gelegt hat für den umfassenden weltweiten Kampf gegen
die alles zerstörende Bestie Faschismus, sei für ihn »jetzt nicht gerade der beste marxistische Bezugspunkt«,
vielmehr habe deren Volksfrontpolitik sogar »in Spanien zur Niederlage der sozialen Revolution geführt«.
-
In
diese Liste passt der aktuelle Höhepunkt seiner Ausführungen: Dem
von der in der Geschichte der Menschheit militärisch am höchsten
gerüsteten imperialistischen Staat USA bedrohten sozialistischen
Cuba empfehlen er und seine trotzkistische SAV, dass
»die bürokratischen
Strukturen aufgehoben werden und eine Arbeiterdemokratie auf allen
Ebenen des täglichen Lebens errichtet wird.« Um dieses zu
erreichen, müsse »die
Linke (…) die Entwicklung einer unabhängigen sozialistischen
Arbeiterbewegung unterstützen.«
Diese Position bedeutet nichts anderes als der offene Aufruf zur
Konterrevolution und ist so fast wortgleich auch in dem aktuellen
US-»Bericht zur Unterstützung
eines freien Cuba« sowie den jüngsten Propagandareden von G.W.
Bush und C. Rice wiederzufinden.
Es
ist völlig unverständlich, weshalb solche trotzkistischen
Gruppierungen in Teilen der fortschrittlichen Bewegung der
Bundesrepublik Deutschland immer noch als »irgendwie dazu gehörig«
gelten. Es sind, wie hier an drei einfachen Beispielen belegt, offen
konterrevolutionäre Organisationen, die als solche behandelt gehören.
Heinz-W. Hammer, Essen
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Anmerkung
Roter Webmaster
Trotzkisten
sind Konterrevolutionäre, die sich in das Gewand von Linken,
Sozialisten, Kommunisten und Revolutionäre hüllen
von
Günter Ackermann
Lieber
Genosse Hammer,
recht
hast du und wir nehmen an, indem du diese Mail auch an uns geschickt
hast, dass wir den Leserbrief bringen sollen. Das würden wir gern
machen.
Zum
Anderen:
Ja,
Trotzkisten sind Konterrevolutionäre, die sich in das Gewand von
Linken, Sozialisten, Kommunisten und Revolutionäre hüllen. Der Kampf
gegen Trotzkismus ist heute ebenso aktuell, wie in der Zeit, als Trotzki
selbst noch im damaligen Sowjetrussland seine Wühl- und
Zersetzungsarbeit leistete.
Im
antifaschistischen Kampf stand er faktisch auf der Seite der Steigbügelhalter
der Faschisten in Deutschland, Spanien usw. Diese machten Appeasement-Politik,
Leo Trotzki sekundierte und stellte den Führer des Sowjetvolkes, J.W.
Stalin, auf eine Stufe mit Hitler, indem er vom Doppelgestirn
Hitler-Stalin schwafelte.
Umso mehr ist es
verwerflich, dass die DKP-Führung immer mehr mit Trotzkisten mauschelt
und ihnen, z.B. von der Marx-Engels-Stiftung, ein Forum bietet.
Oder Leo Mayer: „Am
16. August (2003, G.A.) veranstaltete die DKP-Südbayern
ihr Sommerseminar am Ammersee mit 77 TeilnehmerInnen. Gemeinsam mit
Vertretern zweier anderer sozialistischen Münchner Organisationen, der
Partei des demokratischen Sozialismus (PDS) und des Revolutionären-Sozialistischen
Bunds (RSB), wurde zu den Themen „Sozialismusvorstellungen in Bezug
auf Macht, Eigentum, Demokratie und Globalisierung“ und „Aufgaben
der Linken, Partei und Bündnisse, Gewerkschaften, Perspektiven der
Zusammenarbeit“ diskutiert. Am Anfang der zwei Diskussionsblöcke
stand zur Eröffnung jeweils ein Impulsreferat jeder der drei
Organisationen.“ (siehe:
http://www.kommunisten-online.de/trotzkisten/leomayer.htm
Anzumerken ist noch, dass
die Münchner PDS voll in den Händen von Trotzkisten ist, die auch noch
zu den „Antideutschen“
tendieren. Ein feines Gesindel traf sich da unter den Fittichen der
DKP-Südbayern.
Also, Genosse Hammer: Ich
finde, deine Haltung richtig, aber die Trotzkistenfreunde haben sich
auch in deiner Partei, der DKP, breit gemacht.
Wann opponiert ihr gegen
solche Leute, wie Mayer, Stehr und Hager? Seht mal nach Österreich. In
der KPÖ gibt es diese Opposition. Der Teil des marxistischen Flügels,
der (noch) in der KPÖ ist, die KPÖ-Steiermark, hat sogar große
Erfolge – im Gegensatz zur Gesamtpartei. In Graz, der zweitgrößten
Stadt Österreichs und steirischen Landeshauptstadt, stellen die
Kommunisten 11 Ratsmitglieder (15 SPÖ).
Auch in Landtag der Steiermark ist die KPÖ mit 4 Mandaten vertreten.
Die Steiermärkische KPÖ aber gehört zum linken, dem marxistischen, Flügel
der KPÖ. Mit einer richtigen linken Politik kann man also auch Wählerstimmen
bekommen, mit Anpasserei aber nicht.
Rotfront
Der Rote Webmaster
Günter Ackermann
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