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Mensch
(Leo) Mayer!
Hauptsache
nicht wirklich links – Einheitsfront mit Trotzkisten und anderen
Antikommunisten
von
Gerd Höhne/30. Mai 2005
1.
Liaison des DKP-Rechten Leo Mayer mit den Trotzkisten
Leo
Mayer ist der revisionistische Hans Dampf in allen Gassen, der
Starredner der DKP-Doppelspitze Stehr-Mayer.
So
findet es Stehr vollkommen in Ordnung, wenn im Irak seine Bruderpartei
mit den USA-Imperialisten kollaboriert.
Mayer
ergänzt das: Er sucht die große, allumfassende Einheit
aller Sozialisten... ich korrigiere mich: aller Reformisten,
Revisionisten und Antikommunisten.
Am
18, August 2003 veranstaltete die DKP Bayern-Süd am Ammersee ein
Seminar. Leo Mayer hielt da eine Rede.
An
diesem Seminar nahm ein illustrer Kreis aus DKP und Trotzkisten teil. Die UZ
schreibt dazu::
„Am
16. August veranstaltete die DKP-Südbayern ihr Sommerseminar am
Ammersee mit 77 TeilnehmerInnen. Gemeinsam mit Vertretern zweier
anderer sozialistischen Münchner Organisationen, der Partei des
demokratischen Sozialismus (PDS) und des Revolutionären-Sozialistischen
Bunds (RSB), wurde zu den Themen "Sozialismusvorstellungen in Bezug
auf Macht, Eigentum, Demokratie und Globalisierung" und
"Aufgaben der Linken, Partei und Bündnisse, Gewerkschaften,
Perspektiven der Zusammenarbeit" diskutiert. Am Anfang der zwei
Diskussionsblöcke stand zur Eröffnung jeweils ein Impulsreferat jeder
der drei Organisationen.“
Betrachtet
man alles genauer, so veranstaltete die DKP gemeinsam mit den
Trotzkisten dieses Seminar und gab denen auch die Möglichkeit, ihre
Vorstellungen publik zu machen. Die PDS in München ist nämlich voll in
den Händen von Trotzkisten, die außerdem noch auf „antideutschen“
Kurs fahren. Dass da auf einmal die DKP in Form ihres Vorständlers
Mayer mitmischen will, wundert mich aber inzwischen auch nicht mehr.
Die
andere Gruppe ist der RSD. Dieser „Revolutionär-Sozialistische Bund“
ist nichts anderes, als eine offene trotzkistische Politsekte. So
diffamieren sie das Andenken Ernst Thälmanns indem sie ihn in
Zusammenhang mit einer Unterschlagungsaffäre bringen.
Er soll die Unterschlager gedeckt haben. Beweisen tun sie es aber nicht.
Sie schreiben u.a. (siehe)
Das
Zeug auf der Homepage der „sozialistischen Münchner
Organisationen“
(UZ) ist voll von Antikommunismen. Entsprechend werden wohl die Impulsreferate
beim DKP-Seminar gewesen sein.
Das
jedoch ficht Leo Mayer nicht an. Zunächst beginnt
er ganz harmlos: „Die
marxistische Linke kann an den von der Sozialdemokratie geprägten
Wertevorstellungen anknüpfen und - ohne selbst reformistisch zu werden.“
Natürlich
steckt der Teufel im Detail, auch hier: Man sagt was Reformistisches
(Wertvorstellungen der Sozialdemokratie anknüpfen) und sagt dann:
„...muss nach Wegen zu suchen, wie reformistisches Bewusstsein in
antikapitalistisches Bewusstsein transformiert werden kann...“
Den
Trick macht die DKP-Führung oft. Reformistische und revisionistische
und z.T. offen bürgerliche Positionen
verkünden, sie dann halb zurück nehmen und diese Positionen aber
inhaltlich machen. Oder eine marxistische Binsenweisheit verkünden und
daraus eine reformistisch-revisionistische ableiten. So verkündet der
17. Parteitag der DKP vollmundig, es könne im Kapitalismus keine
soziale Gerechtigkeit geben, im nächsten Satz wird aber genau das
angestrebt,
Mayer
verkündet bei diesem Seminar sogar die große und allumfassende Einheit
in der Sozialisten Europas an:
„Die
DKP will ihren Beitrag zur Entwicklung einer marxistischen Linken in
Europa leisten. Deshalb beteiligen wir uns auch aktiv an den Gesprächen
und Initiativen der Freunde der EAL in Deutschland.“
Beschlusslage
der DKP
Das
Dumme ist nur, dass dies gar nicht Beschlusslage der DKP war. Weder ein
Parteitag noch der Parteivorstand hatten sich hier geäußert. Und es
waren auch keineswegs alle einverstanden.
Patrick
Köbele, Parteivorstandsmitglied und Vorsitzender des DKP-Bezirks
Ruhr-Westfalen erklärte im DKP-Parteivorstand zu Mayers Vorstoß zur
Einheitspartei mit den Trotzkisten:
„Bei
den Treffen der Freunde der EAL handelte es sich, wenn ich es richtig
sehe, mit Ausnahme von DKP und (...) um trotzkistische Gruppen bzw. Persönlichkeiten,
die aus diesem Spektrum kommen. Einige Organisationen, wie
der Linksruck sind dabei für mich von Inhalten, Struktur und Abhängigkeiten
her suspekt. Hier lohnt es sich durchaus mit den Genossinnen und
Genossen der SDAJ einmal über ihre Erfahrungen zu sprechen.
Grundsätzlich
inhaltlich möchte ich anmerken, dass ich den Trotzkismus keineswegs für
durch 89 nachträglich legitimiert halte. Die Haltung, zumindest einiger
Organisationen zu Kuba, ist für mich nach wie vor skandalös. Auf jeden
Fall sehe ich keine Veranlassung unsere grundsätzlichen, inhaltlichen
Positionen in Richtung trotzkistischer Positionen zu öffnen. Dies
schließt natürlich eine Zusammenarbeit in Bündnissen nicht, etwaige
organisatorische Überlegungen aber sehr wohl aus.“
Na
dann!
Die
Reden der Revisionisten werden veröffentlicht - die Kritik an an
ihnen aber nicht
Dieser Redebeitrag von Genossen Köbele wurde nie DKP-offiziell veröffentlicht.
Wir bekamen den Text zugespielt und brachten ihn. Wir wissen, dass Heinz Stehr darüber getobt
hat. Zu gern hätte er die Kritik an den Machenschaften seines Freundes
Mayer totgeschwiegen.
Die
Rede von Leo Mayer aber erschien DKP-offiziell in der UZ vom 12. September 2003, also kurz nach dem Sommerseminar von DKP-Südbayern
und Trotzkisten und dem Titel: „Soziale
Bewegungen und die Linke. Die Arbeiterbewegung, die
Sozialforums-Bewegung und die antikapitalistische Linke“
Also:
Keine Beschlusslage für Zusammenarbeit mit den Trotzkisten und zur EAL,
aber sowohl Vorstandsrechter Mayer wie auch das Zentralorgan tun so, als
sei es ganz anders.
Offensichtlich
ist für sie die Beschimpfungen gegen Thälmann durch
eben diese trotzkistische Gruppe in Ordnung und findet auch die
Billigung des Parteivorsitzenden, Oder sieht das Leo Mayer und die UZ
anders? Sie mögen sie
da mal äußern.
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