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Zur Erklärung: Der Fraktionsvorsitzende der PDS-Ratsfraktion Hermann Dierkes, Mitglied der trotzkistischen Gruppe VSP, weigerte sich bisher standhaft Mitglied der PDS zu werden. Jetzt trat er - und mit ihm 9 seiner Unterstützer und politischen Mitarbeiter aus einer Bürgerinitiative, in die PDS-Duisburg ein. Zur Erklärung: Der Kreisverband Duisburg hat bisher etwa 25 Mitglieder. Das sei, wurde gesagt, kein Versuch den Kreisverband nach rechts zu rücken, versicherte man treuherzig. Das habe überhaupt nichts damit zu tun. Warum dies wenige Tage vor den Dresdner Parteitag nicht als positives Signal für die Realos zu verstehen ist, ist offensichtlich eine Logik, die wir nicht nachvollziehen können, Der Dierkes-Freund Winfried Wolf jedenfalls wertet einen 80%igen Durchmarsch der Realos als Erfolg der Linken. Der Rote Webmaster Günter Ackermann Duisburg, den 04. Oktober 2001
PDS-Duisburg Kreisvorstand 47053 Duisburg
Rücktritt
Liebe Genossin, liebe Genossen, hiermit erkläre ich meinen Rücktritt als Mitglied des Kreisvorstandes. Begründung: Ich weiß, ich brauche meinen Rücktritt nicht begründen. Trotzdem, der Fairness halber, werde ich es tun. Ich bin seit 1994 Mitglied der PDS, seit 1995 bin ich Funktionär dieser Partei . Als ich eintrat, glaubte ich in eine sozialistische Partei eingetreten zu sein, die die Fehler der Vergangenheit n aufgearbeitet hat, aber immer noch konsequent links ist. Das stellte sich bald als Irrtum heraus. Trotzdem gestaltete sich die Arbeit in Duisburg im Allgemeinen recht positiv. Es gab Genossinnen und Genossen die konsequent linke Politik machen wollten. Schwerpunkte wie Betriebs- Sozial und Gewerkschaftspolitik, das alles konesequent links, waren Duisburger Markenzeichen. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Kreisverband in Bund und Land eher als nebensächlich und unwichtig unbeachtet gelassen. Dann das Kommunalwahlergebnis. Dieser Erfolg ist das Ergebnis o.a. Ausrichtung, davon bin ich fest überzeugt. Der Fehler bei der Aufstellung der PDS-Liste war, dass wir uns nicht allein auf konsequent Linke gestützt haben. So war die Zusammensetzung der ganzen Reserveliste mit heißer Nadel gestrickt: Hermann Dierkes wurde als Betriebsrat und Bürgerinitiativler genommen, dabei blendeten wir aus, dass er z.B. in zumindest einem Fall – es ging um Übergriffe schwarzer Sheriffs gegen eine türkische Frau, ungefragt den entsprechenden Stellen für ihre angebliche Umsichtigkeit gedankt hat. Bei Irina Neszeri wurde nicht beachtet, dass sie bis zum damaligen Zeitpunkt nichts mit der PDS in Duisburg zu tun gehabt hat. Es kam, wie es kommen musste. Die Fraktion löste sich bald vom Kreisverband. Mit Dimis Einzug in die Fraktion besserte sich das zwar. Aber immer wieder gab es Versuche, v.a. von Hermann, etwas ohne und/oder gegen den Kreisverband zu machen. So bezeichnete Hermann den Kreisverband schon kurz nach der Wahl als linkssektiererisch, das wiederholte er der Zeitung seiner Organisation VSP "Sozialistische Politik" im Dezember 2000. Der Kreisvorstand machte allerdings im Dezember 2000 den schweren Fehler des Rückzugs der Unterstützung der Pro-Palästina Kundgebung in Duisburg und der dazu herausgegebenen Presseerklärung. Wir kapitulierten hier vor Pro-Zionistischen Kreisen. Der jetzt erfolgte Rücktritt Dimitris aus dem Vorstand war die erste schwere Schwächung der konsequent linken Position des KV. Fortan waren die Angriffe auf die bisherige Linie auf der Tagesordnung: Unqualifizierte Angriffe in der Standpunkt-Redaktion durch Hermann führten zu meinem Rücktritt. Jetzt hatte er freies Feld. Frank, der faktisch die Chefredaktion übernahm, machte aus dem Blatt ein Organ nach Hermanns Wünschen. Ich will nicht auf die Unsäglichkeiten eingehen, wir sprachen mehrfach darüber. Die vom Parteivorstand angestoßene Diskussion um ein neues Parteiprogramm und die Notwendigkeit links gegen das auf der Grundlage des rechtssozialdemokratischen Philosophen Karl Popper stehenden Entwurf 1 vorzugehen, engagierte ich mich zusehends bei den Parteilinken. Durch mein Wirken für die KPF–Basis-, für die ich als Webmaster maßgeblich an der Homepage arbeite, wurde ich zusehends zum direkten Gegner der Anpassungslinie von Hermann Dierkes. Als ich dann auch noch erklärte, ich wolle bei der JHV im November nicht wieder für den Vorstand antreten, sahen sie ihre Chance mich aus dem Weg zu schaffen. Ein Mittel ist die in Hermanns eigentlicher Organisation, der VSP, lange Zeit in der SPD eingesetzte Methode des Entrismus. Damals in den 60er Jahren hieß die Organisation "Gruppe internationaler Marxisten –Sektion der IV. Internationale " (GIM) Die forderten noch auf in die SPD einzutreten, als Godesberg längst gelaufen war – gegen Linke wie Abendroth und Agartz. Genau diese Methode wendet Hermann jetzt in Duisburg an. Ziel ist es, wie die DKP-Renegatin und schlafende PDSlerin Agnes Dings es im Jahr 2000 so treffend formulierte: "Die Kommunistenclique um Ackermann zu stürzen." Liebe Genossen! In einem Vorstand eines Kreisverbandes, der von einer externen Organisation wie der VSP ferngesteuert wird, kann ich nicht angehören. Ich kann vieles an der Ratsfraktionspolitik nur mit Bauchschmerzen mittragen, aber das ist mir unerträglich. Deshalb lege ich meine Vorstandsfunktion nieder. Ob ich Dimitris Schritt des Austritts aus der Partei ebenfalls gehe, werde ich nach dem Dresdner Parteitag entscheiden. Mit sozialistischen Grüßen Günter Ackermann |
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