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Devotes Schreiben des trotzkistischen Vorsitzenden der PDS-Ratsfraktion Duisburg an die Oberbürgermeisterin.

Im Entwurf schrieb er noch, dass er Ratsherrn Dimitri Tsalos (einer der Aktionisten der eMail-Aktion und des weiteren Vorgehens gegen die Abschiebung) abgemahnt habe.

Erst heftiger Protest und die Drohung des Kreisvorstandes, sich öffentlich von Diekes zu distanzieren, wenn er die "Abmahnung" abschickt, brachten ihm zum Einlenken.

Aber der dann abgeschickte Brief ist im ersten Teil immer noch deutlich genug. "Die Idee (mittels eMails) gegen die Abschiebung der Familie Zumberov zu protestieren, stammt weder von der PDS-OL-Ratsfraktion, noch ist der von Ihnen (gemeint die OB) beanstandete Versand von e-mails im Auftrag der PDS-OL-Ratsfraktion erfolgt... Inzwischen ist sichergestellt, daß sich eine derartige Nutzung nicht wiederholt."  (er meint die Anweisung mit den roten Zettelcheen siehe auch

Die damalige Sprecherin des Kreisverbandes beklagte diesen Verrat von Dierkes in ihrem Rechenschaftsbericht.  siehe Auszug aus dem Rechenschaftsbericht

Dierkes leugnete und stritt alles ab. 

Hier ist der Beweis.

Der Kreisvorstand vertrat damals einhellig die Meinung, dass es vollkommen falsch sei, hier einen Kotau vor den Deportierern zu machen. Wir seien, sagten wir, moralisch und formal im Recht. Die Duisburger Stadtspitze könne kein Interesse daran haben, öffentlich im ganzen Land oder gar in der internationalen Presse vorgeführt zu werden, wenn sie - wovor Dierkes Schiss hatte - eine Haussuchung in den Räumen der PDS-Fraktion durchführen lasst. Im Gegenteil. Der beste Schutz vor so etwas sei es, wenn wir ungebeugt blieben und uns nicht einschüchtern ließen.

Formaljuristisch vertraten wir den Standpunkt, das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung widerspreche hier zwar dem Recht des (elektronischen) Briefkastens des Stadtdirektors Brandt, nicht verstopft zu werden. Was aber sei ein höheres Rechtsgut?

Die Staatsanwaltschaft sah das dann auch so und wies das Ansinnen der Duisburger Stadtspitze auf Strafverfolgung ab. Wir sahen das als ein Abwatschen der rechtssozialdemokratischen Duisburger Stadtoberen - aber auch von Dierkes.

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