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Wider
den Block der Rechten und Trotzkisten
von
Günter Ackermann
Wir
beginnen heute mit einer neuen Rubrik. Wie der Titel besagt, werden wir uns hier
in die ideologische Auseinandersetzung mit jenen begeben, die unter dem
Deckmantel des Marxismus, Sozialismus oder gar des Kommunismus agieren, in ihrer
Arbeit aber eben jene bekämpfen, zersetzen und verraten.
Die Trotzkisten der IV.
Internationale, in Deutschland bis in die 80er Jahre unter dem Namen GIM
auftretend, jetzt VSP, haben es nie geschafft aus eigener Kraft eine größere
selbständig auftretende Organisation zu schaffen. Wie Schmarotzer haben sie
andere Parteien und Organisationen ausgesaugt. Bis Ende der 60er Jahre war dies die
SPD und deren Jugendorganisation SJD-Die Falken. Trotz des
Goderberger Programms halfen sie Wehner und anderen sich als Links zu verkaufen.
Erst durch die 68er Bewegung, als es unter Linken absolut unmöglich war,
glaubhaft links
zu sein und in der SPD bleiben zu wollen, agierten sie als nicht an eine Partei
gebunden. In den 80er Jahren fusionierten sie mit der KPD/ML und nannten sich
VSP (Vereinigte Sozialistische Partei) Die KPD/ML berief sich auf Stalin und Mao
Tsetung.. Viele aus der KPD/ML machten das jedoch nicht mit.
Es war ja auch
absurd: In einer Partei Stalinisten und Trotzkisten brüderlich vereint.
Natürlich scheiterte das Projekt.
Als
die PDS in den Westen ging, gab die die VSP ihren Parteianspruch auf und
nannte sich fortan "Vereinigung für Sozialistische Politik". Ihr
Vormann Winfried Wolf sitzt für die PDS im Bundestag. Wolf verkaufte
sich immer mehr als der Linke der PDS und drängte andere in den Hintergrund.
Durch die Dummheit (oder war es Absicht?) der Kommunistischen Plattform
(Bundessprecherrat), der auf einen eigenen, linken und marxistischen
Programmentwurf verzichtete (mit dem Text "Ein
Beitrag zur linken Programmdebatte in der BRD" von
Heinz Kallabis, Hans-Joachim Krusch, Ingo Wagner (siehe
Text) gab es ab Februar 2001 sogar einen marxistischen Entwurf), gelang Wolf
an sein
Ziel, anerkannter Sprecher der Parteilinken in der PDS zu werden. Er verhinderte
jedoch tatkräftig die marxistische Qualifizierung des Programmentwurfs 2 und spaltete
die Programmgruppe. Das hinderte ihm aber nicht daran, beim "Mittelgroßen
Ratschlag" in Berlin Anfang November 2001, scheinheilig den Austritt des
Genossen Ingo Wagner aus der PDS (einen der Autoren des o.a. marxistischen Entwurfs)
verständnisvoll zu bedauern. Jeder konnte meinen, er, Winfried Wolf, teile Ingo
Wagners Position. (siehe Text
Erklärung zum Austritt aus der PDS) Dass Ingo Wagner die Programmgruppe
vorher verlassen hatte wegen
Wolfs Manipulationen, wird nicht erwähnt.
Monika
Balzer, eine der Autorinnen des Entwurfs 2, trat damals aus ganz ähnlichen
Gründen aus der Autorengruppe aus (siehe
Text von Monika Balzer).
Trotzkismus
war schon immer Zentrismus. Trotzki selbst stand zwischen Menschewiki und
Bolschewiki. Erst als die von Lenin geführte bolschewistische Partei in
Russland die Führung der revolutionären Bewegung übernahm, schloss er sich
den Bolschewiki an.
Er
war 1917 Vorsitzender des
Petrograder Sowjet. Die Linie zur Revolution und die Agitation und Propaganda
machten andere.
Die
Trotzkisten berufen sich - zumindest dem Anspruch nach - auf Lenin. Sie
behaupten, Lenin sei gegen Stalin, für Trotzki gewesen, das gehe aus Lenins
politischem Testament hervor. Sie meinen den "Brief an den Parteitag"
vom 24. Dezember 1922 Es stimmt, Lenin kritisiert in diesem Brief Stalin: "Stalin
ist zu grob, und dieser Mangel, der in unserer Mitte und im Verkehr zwischen uns
Kommunisten durchaus erträglich ist, kann in der Funktion des Generalsekretärs
nicht geduldet werden.(W.I. Lenin, Brief an den Parteitag, Ausgewählte Werke
Band III, Berlin 1964, Seite 839) Aber im gleichen Brief schreibt er über Trotzki: "Andererseits
zeichnet sich Gen. Trotzki, wie schon sein Kampf gegen das ZK (...)bewiesen hat,
nicht nur
durch hervorragende Fähigkeiten aus. Persönlich ist er wohl der fähigste Mann
im gegenwärtigen ZK, aber auch ein Mensch, der ein Übermaß an
Selbstbewusstsein und eine übermäßige Vorliebe für rein administrative
Maßnahmen hat." (ebenda, Seite 838, hervorgehoben von mir)
Soweit
Lenin zu Trotzki und Stalin. Ich will hier keine Stalin-Diskussion lostreten,
aber es sollte doch einmal festgehalten werden, dass der Vorwurf "ein
Übermaß an Selbstbewusstsein" und "übermäßige Vorliebe
für rein administrative Maßnahmen" schwerer wiegt als der Vorwurf zu
grob zu sein.
Es
sei daher festgestellt, wenn die Trotzkisten sich auf Lenins Kritik an Stalin
berufen und daraus den Anspruch die wahren Leninisten zu sein ableiten, dies
eine Fälschung ist.
Jedenfalls
haben die Trotzkisten weltweit nie eine eigenständige, in den werktätigen
Massen verankerte Partei oder Bewegung hervor gebracht. Sie waren immer
Schmarotzer, die den Saft aus anderen saugten - dass diese oftmals dabei
untergingen, war entweder gewollt oder wurde billigend in kauf genommen.
Wir
wollen hier die inhaltliche Auseinandersetzung und Kritik des Trotzkismus in der
Linken zu führen. Wir werden versuchen die verschiedenen Erscheinungsformen der
Politik der Trotzkisten darzustellen und ihre zentristische Position offen zu
legen.
Zentrismus
in der Frage Kommunismus oder Sozialdemokratie, Zentrismus in Fragen Proletariat
oder Bourgeoisie, Zentrismus in der Frage Revolution oder Revisionismus kann es
nicht geben. Die Zentristen stehen objektiv auf Seiten der Sozialdemokratie, der
Bourgeoisie,
sie sind objektiv Revisionisten. Zentristen kippen im entscheidenden Moment nach
rechts. Wie weiland Trotzki selbst, der schrieb am 4. Dezember 1939: in
"Das Zwillingsgestirn Hitler-Stalin": "Wenn Stalin
seinen Verbündeten Hitler überleben sollte, dann nicht für lange. Das
Zwillingsgestirn wird hinter dem Horizont versinken." Der
Generalsekretär der KPdSU und sowjetische Ministerpräsident wird in einem
Atemzug mit dem Nazi-Führer Hitler genannt. Rechts ist gleich links, diesmal aus der trotzkistischen Ecke
kommend. Die bürgerliche
Geschichtsschreibung, bürgerlichen Politiker und Propaganda behauptet genau das
auch. Es wird aber damit nicht richtiger.
Das
Sowjetvolk, das nur knapp zwei Jahre nach dieser Schrift unsägliche Opfer im
Kampf gegen den "Zwillingsbruder Stalins", wie Trotzki ihn nannte,
Hitler bringen musste, wird von Leo Trotzki verleumdet, die sozialistische
Regierung der UdSSR wird nach echt antikommunistischer Manier mit den Faschisten
verglichen, in einen Topf geworfen und somit verleumdet.
Die
Rolle des Trotzkismus in der gegenwärtigen Politik in Deutschland werden wir
hier an Beispielen ihrer Politik versuchen aufzuzeigen. Als warnendes Beispiel
für alle, die auf Trotzkisten bauen.
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