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„Erst
in allerletzter Zeit hat ihre Wühlarbeit bis hinein in die höchsten
Regierungsetagen floriert. Dies ausgehend von trotzkistischen
Agenten aus ihren Zufluchtsstätten im Ausland, wie jener in Brüssel.
Denn
eine ihrer charakteristischen Taktiken besteht darin, mit
Agenten zu infiltrieren, wo immer eine revolutionäre Bewegung
hochkommt, und zu versuchen, in deren Regierungspositionen zu
gelangen, wenn diese Bewegung siegt.“
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WIR
SIND KOMMUNISTEN, NICHT SOZIALISTEN
von
Jerónimo Carrera, Vorsitzender der KP Venezuelas
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
28.
November 2009, Tribuna Popular TP –
Offenbar gibt es hier in Venezuela immer noch viele Menschen, die nicht
zwischen dem Kommunismus und dem Sozialismus zu unterscheiden wissen
oder vorgeben, dies nicht zu können. Vielleicht glauben einige Leute,
dass das venezolanische Volk dahingehend betrogen werden kann, sich
darauf einzulassen, dass die Sozialisten die Guten seien und zugleich
die Kommunisten als die Schlechten abzulehnen.
Richtig
ist, dass es einen enormen Unterschied zwischen beiden großen
internationalen politischen Bewegungen gibt. Aber das Wesen dieser Sache
liegt darin, dass in keinem Land der großen weiten Welt mit ihren ca.
200 Ländern die Sozialisten jemals beabsichtigt haben, das private
Eigentum an den Produktionsmitteln abzuschaffen, was den unabdingbaren
Schritt zum Aufbau einer neuen Gesellschaft bildet. Obwohl
sozialistische Parteien das eine und das andere Mal auch heutzutage in
vielen Teilen der Welt und in etlichen Momenten an der Regierung sind.
Im
Unterschied zu den Sozialisten verhält es sich bei einer
Kommunistischen Partei im Moment der Machtübernahme so, dass sofort und
unter verschiedenen Ausgangsbedingungen als Erstes die Kommunistische
Partei beginnt, ihr Programm umzusetzen. Denn es geht nicht darum, die
Welt zu erklären, sondern sie zu verändern … wie es sehr gut schon
Karl Marx in seiner historischen 11. These sagte.
Richtig
ist, dass wir Fehler und zuweilen gewaltige Fehler begangen haben. Aber
dies ist stets unter der Aufgabenstellung geschehen, eine bessere Welt
aufzubauen.
Jetzt
ist in unserem Land begonnen worden davon zu sprechen, eine neue
Internationale zu gründen. Dies jedoch ohne ihre ideologische
Ausrichtung und zumindest ihre klassenmäßige Zusammensetzung konkret
zu bestimmen. Dabei ist sogar eine solche barbarische Aussage gemacht
worden, sie als V. Internationale zu präsentieren. Was heißt, eine
Erbin oder Fortsetzung einer angeblichen IV. Internationale zu sein, die
Leo Trotzki gegründet haben soll, und in welche sogar die
sozialchristliche Linke gepasst haben soll… oder sie soll für Tyrer
und Trojaner sein.
All
dies muss jetzt gesagt werden, damit besser bekannt wird, was in
Wirklichkeit ein so schwerwiegender Schritt wie die Bildung einer neuen
Internationale bedeutet. Das ist etwas, was die paar vom in Mexiko 1940
kurz vor dem Höhepunkt des II. Weltkrieges ermordeten Trotzki in der
Welt hinterlassenen Schüler zu erreichen versucht haben seit jener Zeit
und auf verschiedene Arten und immer mit der Absicht, so stark wie möglich
die Kommunistischen Parteien zu schlagen.
Aber
die Tatsache ist gut bekannt, dass die sogenannte
Trotzkisteninternationale niemals hier in Venezuela ein Echo gehabt hat.
Dies bis zu dem Punkt, dass sie bis vor kurzem nicht mal irgendeine
kleine Gruppe hier hatte, die sich als trotzkistisch ausgab. Erst in
allerletzter Zeit hat ihre Wühlarbeit bis hinein in die höchsten
Regierungsetagen floriert. Dies ausgehend von trotzkistischen Agenten
aus ihren Zufluchtsstätten im Ausland, wie jener in Brüssel.
Denn
eine ihrer charakteristischen Taktiken besteht darin, mit Agenten zu
infiltrieren, wo immer eine revolutionäre Bewegung hochkommt, und zu
versuchen, in deren Regierungspositionen zu gelangen, wenn diese
Bewegung siegt.
Auch
ist notwendig, dass die Position gut bekannt wird, die wir Kommunisten
zu den Sozialdemokraten im Allgemeinen haben. Schon seit 1935 rief die
Kommunistische Internationale dazu auf, das zu bilden, was sich
Volksfronten nannte, also möglichst breite Bündnisse, wie sie
beispielsweise in Frankreich und Chile siegten. Dies ist die Politik der
Kommunisten in allen Teilen geblieben.
Aber
dies kann keinesfalls bedeuten, dass wir gerne tun würden, was im
Kreolischen „ein Reis mit Mango“ genannt wird, also das Vermengen
von Ideen und verschiedenen Absichten. Wir sind uns stets bewusst, dass
als die russischen Bolschewiki 1917 die Macht errangen, sie etwas später
beschlossen, sich nicht mehr Sozialisten, sondern Kommunisten zu nennen.
Lenin,
der dies so vorgeschlagen hatte, sagte dazu, dass die Stunde gekommen
war, die schmutzige Wäsche in die Mülltonne zu werfen….
Zum
Abschluss sage ich auch:
Wir
sind Kommunisten, nicht Sozialisten.
Quelle:
http://www.pcv-venezuela.org/index.php?option=com_content&task=view&id=6073&Itemid=1
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