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Erklärung
des Bundes der Kommunistischen Jugend Böhmens
und Mährens (KSM)
Prag,
7. 3. 2006
Der
Kampf des KSM, der vom Innenministerium der Tschechischen Republik
angegriffen wurde, ist in eine neue Phase getreten.
Der KSM, der die kommunistische Bewegung, Ideen und Ziele, das
positive sozialistische Programm und die grundlegenden demokratischen
Rechte und Freiheiten (Meinungsfreiheit, des Rechtes auf Versammlung
etc.) verteidigt, setzt seinen Kampf um Legalität fort.
Die
antikommunistischen Kampagnen - unterstützt auch durch den Staat, der
die Kommunistische Bewegung in der Tschechischen Republik Jahre hindurch
als Zielscheibe sah, - haben in letzter Zeit an Intensität zugenommen.
Aber sie sind auch auf eine mächtige Widerstandsbewegung getroffen.
Eine
enorme Welle der internationalen Solidarität, Proteste und
Demonstrationen von politischen Parteien, Organisationen, der Jugend-
und der Studentenorganisationen, bürgerliche Verbindungen,
Gewerkschaften und auch einer Vielzahl von Persönlichkeiten des öffentlichen
Lebens in den Bereichen Politik, Kultur, Wissenschaft und Kunst (z. B.
des italienischen Nobelpreisträgers Dario Fo) sowie einer weiteren große
Anzahl von Menschen aus aller Welt gaben den antidemokratischen und
antikommunistischen Angriffen des Staates eine entschlossene Antwort.
Die
Weltvereinigung der Demokratischen Jugend (WFDY), etwa zehn Millionen
von jungen Menschen vertretend, hat ihre volle Solidarität mit ihrer
Mitgliedsorganisation KSM erklärt.
WFDY organisierte für den 27. Februar 2006 einen internationalen
Tag der Solidarität mit dem KSM.
Es
war sehr wichtig, dass es internationalen Widerstand gegen den
antikommunistischen Resolutionsentwurf
des EU-Parlamentsrates und insbesondere der darin enthaltenen
Empfehlungen durch eine bedeutende Zahl von Abgeordneten der
parlamentarischen Versammlung des Europarats gab, der als
„Legitimierung" für
antikommunistische Angriffe europaweit dienen sollte und als Debakel
endete. Es zeigt, wie
wichtig es ist, sich in jedem Land jedwedem antikommunistischen und
antidemokratischen Angriff zu widersetzen.
Es muss die Verbindung zwischen all jenen Angriffen in allen Ländern,
auf allen Ebenen, in allen Bereichen begriffen werden.
Es ist eine einheitliche Offensive.
Und daher ist die internationale Solidarität so wichtig: Es gibt
eine gemeinsame Antwort und gemeinsamen Widerstand!
Unsere Einheit ist ein großer Erfolg.
Der
Angriff auf unsere Organisation ist klar politisch motiviert. Um dem
angedrohten Verbot zu entgehen, sollten wir uns bis zum 4. März von
unserer theoretischen Plattform verabschieden. Das Ministerium für
Innere Angelegenheiten hat uns aufgefordert, nicht nur unser Statut,
sondern auch unser Programm zu ändern.
Die
Repräsentanten des KSM, dem das Ultimatum gestellt wurde, haben am 1. März
2006 den Vize-Minister des Ministeriums für Innere Angelegenheiten
getroffen und ihm ein Schreiben übergeben, in dem das KSM den Angriff
des Ministeriums zurückweist und den den Charakter, die Ziele des
Programms und die marxistischen Prinzipien des KSM verteidigt.
Der
Druck der internationalen Solidaritätsaktivitäten für den KSM hat
bereits Früchte gezeitigt. Der
Vize-Minister behauptete, dass das Ministerium mit dem KSM in Gespräche
eintreten möchte, was eine große Änderung im Vergleich mit dem
vorhergegangenen Verhalten des Ministeriums darstellt.
Das Ministerium für Innere Angelegenheiten hat noch zwei oder
drei Wochen Zeit (also bis 17. oder 27. März ungefähr) vorgegeben, um
seine weiteren Schritte zu verkünden.
Es wurde auch ausdrücklich die internationale Solidaritätskampagne
mit dem KSM erwähnt und deren Auswirkung auf die Behörden der
tschechischen Republik bestätigt. Die
Internationale Solidarität war also erfolgreich.
Man
kann daraus die Schlüsse ziehen, dass das Ministerium für Innere
Angelegenheiten der tschechischen Republik einerseits seine Anklagen
gegen den KSM wiederholt und auf ihnen besteht, aber andererseits
teilweise seine vorherige Verweigerung der Kommunikation mit dem KSM
beenden und sein Interesse an Verhandlungen zeigen muss.
Es bedeutet aber auch, dass das Ministeriums für Innere
Angelegenheiten weiter Druck auf den KSM ausüben wird und die Möglichkeit
der Illegalität des KSM weiter als Drohung aufrecht bleibt. Dennoch hat
der enorme internationale Druck das Verhalten beeinflusst.
Die
internationale Solidaritätskampagne mit dem KSM hat bis jetzt die
Legalität des KSM gewährleistet, aber der Kampf darum geht weiter,
denn die Repressionen der Organe des
Tschechischen Staates werden zunehmen.
Es ist daher wichtig auch unsere gemeinsamen Bemühungen zu
steigern, um den Angriff des Ministeriums für Innere Angelegenheiten
endgültig zu besiegen.
Liebe
FreundInnen,
wir
bitten Sie daher freundlich, die Solidaritätsaktionen fortzusetzen.
Wir
möchten Sie informieren, dass Sie folgende Petitionen unterzeichnen können:
4ksm.kke.gr
(eingeleitet durch die kommunistische Partei von Griechenland)
wfdy-ksm
(eingeleitet durch die WFDY)
campagnaproKSM@libero.it
(eingeleitet vom italienischen Solidaritätsausschuss)
Sie
können Ihre Proteste auch dem Ministeriums für Innere Angelegenheiten
der Tschechischen Republik schicken:
Vnitra Ministerstvo, oddelenivolebni ein sdruzovani, namesti
Hrdinu 3, 140 21 Telefax der Tschechischen Republik Praha 4:
Über
E-mail ++420 974 816 872: stiznosti@mvcr.cz
benesova@mvcr.cz krivova@mvcr.cz können Sie Ihren Protest zu den
Diplomatischen Vertretungen der Tschechischen Republik schicken. Ihre
Adressen sind auf der folgenden Internet-Seite:
www.mzv.cz bitten wir Sie gleichzeitig, Kopien Ihrer Proteste auf
unserer E-mail zu senden: international@ksm.cz
oder auf Telefax: ++420 222
897 449.
Mit
Ihrer internationalen Unterstützung ist es möglich den lebenswichtig,
den endgültigen Sieg zu erreichen.
Hoch
die Internationale Solidarität!
Es
lebe der Bund der Kommunistischen Jugend Böhmens und Mährens!
(Übersetzung
Lisl Rizy) |