Theorie des Marxismus-Leninismus

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Das Gesetz vom  Tendenziellen Fall der Profitrate

Quelle: siehe

Karl Marx:

Das Kapital Bd. 3

III. Abschnitt 

Voraussetzungen: 
Die Werttheorie 

Auf dem Markt werden Waren als  Äquivalente getauscht.

Die Waren müssen etwas Vergleichbares an sich haben, ein tertium comperationis

Die Waren haben einen Tauschwert

Dieser Tauschwert kann nicht durch den Gebrauchswert oder Nutzen der Waren bestimmt sein, weil dieser völlig verschieden und deswegen nicht vergleichbar ist.

Voraussetzungen: 

Die Werttheorie 

Alle Waren sind Produkt menschlicher Arbeit (einzige Gemeinsamkeit)

Im Tauschakt wird die in den Waren vergegenständlichte abstrakt menschliche Arbeit verglichen (Verausgabung von Hirn, Muskel, Nerv)

Der Wert (Tauschwert) der Waren besteht in der gesellschaftlich durchschnittlich notwendigen Arbeitszeit  
(wertbildende Substanz)

Voraussetzungen: 

Der Mehrwert 

Zweck der kapitalistischen Produktionsweise ist es aus Geld mehr Geld zu machen  (unmittelbare Form: G – W – G‘)

Kapital kauft Produktionsmittel (c) und Arbeitskraft (v) (nicht Arbeit) zur Warenproduktion

Der Wert der Ware Arbeitskraft sind die Reproduktionskosten des Arbeiters

Voraussetzungen:

Der Mehrwert (notwendige Arbeitszeit und Mehrarbeit) 

Die Ware Arbeitskraft hat als wertbildende Substanz die Eigenschaft mehr Wert zu schaffen als sie kostet

Der Arbeitstag teilt sich in zwei Teile:

Notwendige Arbeitszeit, in welcher der Arbeiter den Wert schafft, den er als Lohn bekommt

Mehrarbeit, in welcher der Arbeiter den Mehrwert produziert 

Voraussetzungen: 

Der Mehrwert 

In einem Produktionszyklus G – W – G‘ wird das vorgeschossene Kapital vermehrt: 

Der Mehrwert ergibt sich also aus der Differenz des verwandelten Kapitals und des eingesetzten Gesamtkapitals (Kostpreis) C‘-C (oder G‘-G)

Voraussetzungen: 

Der Mehrwert 

„Der Mehrwert [ist] Folge der der Wertveränderung, die mit v, dem in Arbeitskraft umgesetzten Kapitalanteil vorgeht“ (MEW23: 228)

Die Produktionsmittel geben nur Wert an das Produkt in dem Maß weiter, wie sie während des Produktionsprozesses verschlissen werden. 

Voraussetzungen:

Der Mehrwert 

Beispiel C  = 500 GE bestehend aus c = 410 GE und v = 90 GE; C‘ = 590 GE =>Die Arbeitkraft hat Wert in der Größe von 180 GE geschaffen, davon 90 für die Reproduktion der Arbeitskraft und 90 Mehrwert

Voraussetzungen:

Die Mehrwertrate 

Die Mehrwertrate bezeichnet das Verhältnis zwischen notwendiger Arbeit und Mehrarbeit oder den Exploitationsgrad der Arbeit

Voraussetzungen: 

absoluter und relativer Mehrwert 

Kapital hat „Heißhunger nach Mehrarbeit“ (MEW23: 249), weil daraus der Mehrwert und damit der Profit resultiert

Steigerung des absoluten Mehrwerts durch Extensivierung der Arbeit: Ausdehnung des Arbeitstages

Bsp.: Arbeitstag 10 Stunden 
6 Std. notwendige Arbeit, 4 Std. Mehrarbeit

Arbeitstag 12 Stunden 
6 Std. notwendige Arbeit, 6 Std. Mehrarbeit
 

Voraussetzungen: 

absoluter und relativer Mehrwert 

Die Ausdehnung des Arbeitstages kommt schnell an natürliche und staatliche Grenzen 
(Fabrikgesetzgebung, Arbeitsschutzgesetze)

Steigerung des relativen Mehrwerts durch Intensivierung der Arbeit

Bsp.: Arbeitstag 10 Stunden 
6 Std. notwendige Arbeit, 4 Std. Mehrarbeit

Arbeitstag 10 Stunden 
4 Std. notwendige Arbeit, 6 Std. Mehrarbeit
 

Das Gesetz vom 
Tendenziellen Fall der Profitrate
 

Vom Standpunkt des Kapitals interessiert aber nicht die Mehrwertrate, sondern das Verhältnis zwischen Kostpreis und Profit: Die Profitrate 

Das Gesetz vom 
Tendenziellen Fall der Profitrate
 

Jedes Kapital versucht seinen Kostpreis zu senken, um unter dem gesellschaftlich durchschnittlich notwendigen Kostpreis zu sein, d.h. einen Extraprofit zu erwirtschaften.

Mittel zur Senkung des Kostpreises ist v.a. das Einsparen von Arbeit. Rationalisierung (Steigerung der Produktivität der Arbeit) 

Das Gesetz vom 
Tendenziellen Fall der Profitrate
 

Wenn sich die neue Produkivität der Arbeit verallgemeinert (Konkurrenzkapitale rationalisieren ebenfalls) sinkt die gesellschaftlich durchschnittliche Arbeitszeit für das Produkt und damit sein Wert 

Das Gesetz vom 
Tendenziellen Fall der Profitrate
 

Wegen des Einsatzes von produktiveren Arbeitsmittel verschiebt sich das Verhältnis von Produktionsmitteln und Ware Arbeitskraft

D.h. in der Profitratenformel wird der Anteil der Produktionsmittel im Verhältnis zur Ware Arbeitskraft größer

Das Gesetz vom 
Tendenziellen Fall der Profitrate
 

These:

Die absolute Profitmasse nimmt zu, 
(Akkumulation),  
die Profitrate aber nimmt tendenziell ab

Das Gesetz vom 
Tendenziellen Fall der Profitrate
 

Deutlich wird dies, wenn die Mehrwertrate in die Profitratenformel eingesetzt wird:

Das Gesetz vom 
Tendenziellen Fall der Profitrate
 

Entgegenwirkende Ursachen
 

Erhöhung des Exploitationsgrads der Arbeit

Herunterdrücken des Arbeitslohns unter seinen Wert

Verwohlfeilerung der Elemente des konstanten Kapitals

Die relative Überbevölkerung

Der auswärtige Handel

Die Zunahme des Aktienkapitals

Das Gesetz vom 
Tendenziellen Fall der Profitrate
 

Entgegenwirkende Ursachen
 

Erhöhung des Exploitationsgrads der Arbeit

Extensivierung der Arbeit durch Verlängerung des Arbeitstages

Intensivierung der Arbeit

Das Gesetz vom 
Tendenziellen Fall der Profitrate
 

Entgegenwirkende Ursachen
 

Durch die Konkurrenz innerhalb des Proletariats sinkt der Arbeitslohn zeitweise unter seinen Wert

Das Gesetz vom 
Tendenziellen Fall der Profitrate
 

Entgegenwirkende Ursachen
 

Verwohlfeilerung der Elemente des konstanten Kapitals

Erhöhung der Profitrate bei konstanter Mehrwertrate oder unabhängig von ihr:

Der Wert des konstanten Kapitals wächst nicht in demselben Maße wie sein materieller Umfang

(Bei Poulantzas: „Entwertung des Kapitals“)

Das Gesetz vom 
Tendenziellen Fall der Profitrate
 

Entgegenwirkende Ursachen
 

Die relative Überbevölkerung

Das Kapital setzt bei der Rationalisierung ständig Arbeitskräfte frei und vergrößert damit die relative Überbevölkerung (industrielle Reservearmee)

Das Gesetz vom 
Tendenziellen Fall der Profitrate
 

Entgegenwirkende Ursachen
 

Der auswärtige Handel

Durch auswärtigen Handel wird die Rate des Mehrwerts gehoben, indem er die Stufenleiter der Produktion zu erweitern

Das Gesetz vom 
Tendenziellen Fall der Profitrate
 

Entgegenwirkende Ursachen
 

Die Zunahme des Aktienkapitals

Aktienkapital gibt sich nach Abzug aller Kosten mit geringeren Dividenden als die Durchschnittsprofitrate zufrieden, weil es außerdem auf Kursgewinne hofft.

Rechnete man das Aktienkapital mit ein, wäre die Profitrate noch geringer

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