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Die
Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von
Klassenkämpfen.
(Marx/Engels: Manifest der kommunistischen Partei) |
Das
Verbrechertum des intellektuellen
Klerus
DIE
UMARMUNG DER ZIVILISATIONEN
von
Susana Khalil (für Tribuna Popular)
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel |
Caracas,
3.3.2010, Tribuna Popular TP.- Meine
Absicht mit der betrügerischen
These des Zusammenpralls der Zivilisationen, ist nicht nur, das
intellektuelle Verbrechertum darzulegen, sondern auch die Aufmerksamkeit
auf die bedauerliche Tollpatschigkeit, das Vereinfachertum und die
Mittelmäßigkeit linker Personen zu lenken, die bewusst oder unbewusst
den Diskurs der Rechten verteidigen oder ihn wiederholen, zum Beispiel,
wenn sie die These vom Zusammenprall der Zivilisationen vertreten.
Vorsicht,
Genossen!
Der
Zusammenprall der Zivilisationen ist seit dem Vorhandensein von
Zivilisationen existent. Aber dies war und ist niemals die Triebkraft
der Geschichte.
Die
Triebkraft der Geschichte ist der Klassenkampf (Karl Marx). Die
Produktionsweise ist die Mathematik der Geschichte. Die Triebkraft der
Geschichte ruht im Ökonomischen.
Nichts
ist ferner und ignoranter gegenüber der dialektischen Auffassung als
der Akademiker Francis Fukuyama mit seiner Ansicht vom Fall des
sozialistischen Blocks und einer Festigung des Neoliberalismus. Dieser
Akademiker macht sich zum Propheten ... und er macht Schluss mit der
Menschheitsgeschichte, in dem er vorhersagt: Das Ende der Geschichte.
Wie dialektisch ... Ein Nostradamus von der Alma Mater „Die Akademie
als öffentliche Agentur des Neoliberalismus“.
Nach
dem Fall des sogenannten Gespenstes des Marxismus, mit dem das Ende des
Kalten Krieges einherging, kommt die berauschende These oder der
akademische Psalm auf: Ende der Geschichte. Und außerdem präsentiert
sich der Neoliberalismus als Essenz des Friedens.
Aber
wenn etwas eine wirkliche Bedrohung in der organischen Verfasstheit des
Neoliberalismus ist, dann ist dies der Frieden. Beispiel dafür ist die
sogenannte Rüstungswirtschaft oder sind die Hunde des Krieges. Während
die Rüstungsindustrie in der sozialistischen Gesellschaftsordnung eine
Verschwendung ist, stellt sie im kapitalistischen System eine
Investition dar.
Die
grausame Konkurrenz, um nicht vom Markt zu verschwinden, usw., usw. Wenn
die Geschichte vom Klassenkampf gekennzeichnet ist und mit ihr die
Elemente der imperialen Herrschaft als Teil des Maximalprofites zu
geringsten Kosten, dann wird all dies das Gegenteil zu Frieden.
Die
falsche These von Liebe und neoliberalem Frieden von Fukuyama hört auf,
für den Neoliberalismus nützlich zu sein. Und so fabriziert man eine
rasche propagandistische Logik innerhalb der Szenerie des akademischen
Klerus zugunsten der neoliberalen herrschenden militärischen
Kriegsmaschinerie.
Der
akademische Hort war die Harvard Universität mittels des Akademikers
Samuel Huntington, wo er rattert, dass die Kriege und Konflikte der Zeit
nach dem Kalten Krieg nicht von wirtschaftlichen, politischen und
ideologischen Gründen getragen werden, sondern von kulturellen Gründen.
Samuel Huntington setzt der Geschichte kein Ende, sondern er entleert
sie praktisch, wenn er die Wirtschaft, die Politik und das Ideologische
auslässt.
Dies
ist nichts weiter als die Notwendigkeit der Verschwörungstheorie. Das
heißt die Notwendigkeit, einen Feind zu konstruieren, um so Kriege,
Besetzungen, Beraubung usw. zu rechtfertigen. Die neoliberale
Kriegswirtschaft lässt mittels der medialen Artillerie und einschließlich
des akademischen Klerus glauben, dass die drohende Gefahr von
Zivilisations-, Kultur-, Religionskriegen als eigenes Merkmal der
Periode nach dem Kalten Krieg existiert. Sie verhüllt den
wirtschaftlichen Faktor als existierende Ursache.
Um
welchen Zusammenprall der Zivilisationen geht es, wenn konkret der größte
Völkermord nach dem 2. Weltkrieg in eben jener Periode nach dem Kalten
Krieg sich ereignet: Ruanda, zwischen Hutus und Tutsi, Stämmen, die zur
gleichen Ethnie der Banyaruanda gehören. Zusammenprall von
Zivilisationen? Afrikaner mit Afrikaner, Schwarzer mit Schwarzem. Mit
Hinterlassenschaft eines Völkermordes von einer Million Menschen in nur
100 Tagen. Aber ich vergesse einen Aspekt. Samuel Huntington gründet
seine These auf eine rassistische Logik, in welcher der Afrikaner gar
nicht in die Kategorie einer Zivilisation eingeschlossen wird.
Was
ist das für ein Zusammenprall der Zivilisationen, das erneute
Zusammenschweißen in der Periode nach dem Kalten Krieg zwischen Quäkern,
Freimaurern - Christen - US-Zionisten mit islamitischen wahabitischen
Diktatoren aus Saudi-Arabien. Ein Unterdrückungsregime, ohne auch nur
ein geringstes Recht auf freie Meinung, frauenfeindlich, wo sie eine
vergewaltigte Frau außerdem noch zu 200 Stockschlägen und einigen
Monaten Gefängnis verurteilen können, weil sie ja jene sexuelle
Reaktion beim Mann provoziert hat. Dieses ganze Regime wird gewaltig von
der westlichen Führungsmacht USA geschützt. Jetzt sind die Anschläge
vom 11.September 2003 ein Selbstattentat, das Pearl Harbor der Periode
nach dem Kalten Krieg.
Die
Periode nach dem Kalten Krieg wird gekennzeichnet vom Zusammenprall der
Zivilisationen...! und wir schauen auf dem Balkan nach Bosnien und
Herzegowina, Kroatien, Slowenien, Mazedonien, Montenegro und Serbien, im
Westen selbst, Völkermorde unter europäischen Ariern wegen eines
Zusammenpralls von Territorien. Zusammenprall von Zivilisationen, und
wir sehen Konflikte zwischen den muslimischen Arabern selbst
(Schiiten-Sunniten), die erst nach dem Kalten Krieg ausbrachen.
Zusammenprall
der Zivilisationen in der Zeit nach dem Kalten Krieg, und wir sehen die
palästinensischen Fraktionen mit ranzigem Recht (Fatah und Hamas) in
Konflikten, wie sie einzigartig in der Geschichte dieses Volkes gesehen
werden. Zusammenprall der Zivilisationen, und wir sehen einen Christen,
Hugo Chávez aus dem Westen, einen anderen Christen aus dem Westen
anklagen, George Bush.
Zusammenprall
der Zivilisationen, und wir sehen im Westen die multi-ethnische Welt
spontan auf der Straße: Christen, Buddhisten, antizionistische Juden,
Muslime, Homosexuelle, Atheisten, Anarchisten, Agnostiker,
Gewerkschafter, Künstler, Studenten, - sie alle protestieren gegen den
Krieg im Irak oder gegen die Invasion gegen Gaza.
Dies
ist die Umarmung der Zivilisationen, das zivilisatorische Bankett für
die Menschheit als die eine Menschheit.
Was
existiert, ist der Zusammenprall von wirtschaftlichen Machtinteressen.
Quelle:
http://www.pcv-venezuela.org/
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